Ganz kurzfristig, da der 15.1.2020 ein Wochentag ist, hat sich eine kleine Abordnung der HG Pongau entschlossen, diesen Skitouren-Klassiker in den wunderschönen Lungauer Bergen zu gehen.

Dem Güterweg zur Jakoberalm folgend, sehen wir das Ziel schon vor Augen. Am Parkplatz hatte es 07:30 Uhr -13,5 ° Celsius, und je weiter wir anstiegen, desto höher wurde die Temperatur. Die Inversionswetterlage ist für Mitte Jänner nicht ungewöhnlich, aber dass es mit der Sonne um 9 Uhr vormittags 4 Grad hatte, war schon sehr beeindruckend. Von der Gruberalm in etwa der Sommermarkierung folgend, westwärts bis zum Beginn des Gruberkars gings trotz der steilen Aufstiegsspur ohne Harscheisen. Durch den Karansatz bis direkt unter den Gipfel über eine kleine Terrasse und auf einem Rücken, über den auch der Sommerweg Richtung Gipfel weist, sind wir aber mit Harscheisen angestiegen. Anschließend sind wir die Südflanke konsequent in vielen Serpentinen empor bis direkt unter den Felsaufbau des Gipfels angestiegen, wo wir dann die Steigeisen angelegt, und unser Skidepot eingerichtet haben. In den meisten Jahren, so auch heuer ist der Gipfel nur in leichter Kletterei zu erreichen, für harte und eisige Verhältnisse so wie wir sie heute vorgefunden haben, sind Steigeisen (vor allem für den Abstieg bis zum Skidepot) vorteilhaft.

Nach einem kurzen und windigen Gipfelmoment stiegen wir wieder zum Skidepot ab. Danach ging es über perfekten Firn talwärts. Einige Juchizzzer konnten wir uns einfach nicht verkneifen. Am Ausgangspunkt angekommen traten wir die Heimreise an. Ein gelungener spontaner Ausflug würden wir sagen.